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Mieste Hotopp-Riecke

Magdeburg-Cracau

015731758823

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Biografie

Geboren 1967 in der Hansestadt Gardelegen, Altmark, ist Hotopp-Riecke heute Direktor des Institutes für Caucasica-, Tatarica- und Turkestan-Studien Berlin-Magdeburg, das er zusammen mit tatarischen und deutschen Kollegen 2006 gegründet hat. Nach POS-Abschluß, Offsetdruckerlehre und Dreischichtarbeit bei der Volksstimme Magdeburg 1987 erste Reise nach Karakalpakistan und Usbekistan. 1990 erster DDR-Zivildienstleistender des Bezirkes Magdeburg. Tätigkeiten als Konzertveranstalter, Tapezierer, Band-Manager und Messebauer. Ab erfolglosem Abiturversuch 1998 über Begabtenprüfung Wechsel in die Wissenschaft zum Studium des Magister Artium der Turkologie, Soziologie, Islamwissenschaft und Kurdologie an den Universitäten Baku, Samsun, Wien, Simferopol, Damaskus und Berlin. Abschluss mit „sehr gut“ in Berlin. Anschließend Promotion mit Vollzeitstipendium der Heinrich-Böll-Stiftung an der Freien Universität Berlin im Fach Turkologie mit magna cum laude (sehr gut) (Dissertation:„Ikonographie der Angst. Deutsche Tatarenbilder im Wandel: Barbaren, Alliierte, Migranten“). Bei IBIDEM erschien 2016 sein jüngstes deutsches Buch „Die Krimtataren zwischen Assimilation und Selbstbehauptung. Der Wiederaufbau des Bildungswesens nach der Heimkehr aus der Deportation“, 2018 erscheint sein Buch „Ikonographie der Angst. Zum Wandel des Tatarenbildes im kulturellen Gedächtnis der Deutschen“ auf Englisch bei Edwin Mellen Press, USA (deutsch 2011 Verlag Freie Universität Berlin). Hotopp-Riecke ist Bildungsreferent für Interkulturgeschichte bei der Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung (lkj), wo er Jugendprojekte um Themen wie deutsch-islamische Integrationsgeschichte, Migration und Euro-Islam vor allem mit Partnerorganisationen aus Staaten Osteuropas konzipiert. Er arbeitet als Turkvölker-Experte für die Gesellschaft für bedrohte Völker und ist Vizepräsident der Gesellschaft für Osteuropa-Förderung. Hotopp-Riecke ist Mitglied der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft, des Journalistenverbandes der Republik Tatarstan, der German Middle East Studies Association for Contemporary Research and Documentation (DAVO), arbeitet ehrenamtlich als Vorstandsmitglied des Fördervereins der islamischen Gemeinde Magdeburg „Al Thiqah“ (Das Vertrauen) und der Assoziation für Kultur und Geschichte Ukraine-Türkei, Kiew. Er lebt mit Frau und zwei Töchtern in Magdeburg-Cracau. Er ist Herausgeber und Autor von über 200 Fachtexten und Büchern zur tatarisch-deutschen Geschichte, zu Minoritäten-, Migrations- und Integrationsforschung sowie zur Geschichte und Kultur der Wolga-, Krim- und Dobrudscha-Tataren. Als Kurator betreut er Literatur-, Theater- und Musikprojekte für unterschiedliche Stiftungen und Institutionen (z.B. im Literaturhaus Magdeburg, Forum Gestaltung Magdeburg, Kaiser-Otto-Saal Magdeburg).

 

Bibliografie
Kurze Theaterstücke mit Interkulturtheater „Radikanten & Meer“:
„Ein Stück oder kein Stück“ (Auftritte in Havelberg, Stendal, Magdeburg), 2017.

Belletristik

Von der Elbe an den Euphrat: Verlust, Neugier, Empathie. (Vorwort) In: Awaniy, Ammar: Fackel der Angst: Von Homs nach Magdeburg. Roman einer Flucht. Oschersleben: Dr. Ziethen, Dezember 2017, S. 5-11.

Gedichte

  1. Kümm mien Insel, mook mi still. In: Franck, Barbara (Hrsg.): Hiddensee Inselnachrichten, Vitte/Hiddensee: Barbara Franck (ViSdP), August/September 2013, S. 2.
  2. (Nachdichtung deutsch) Muttersprache (krimtatarisch im Original Ana tilim von Yunus Qandım). In: Die Tataren der Krim zwischen Assimilation und Selbstbehauptung. Der Aufbau des krimtatarischen Bildungswesens nach Deportation und Heimkehr (1990-2005). Stuttgart: ibidem, 2016, 182 S.

 

Sachbuch / Monografien:

  1. Tataren – Feindbilder und Fremdenangst. Kiel: Magazin-Verlag, Reihe BRD+3. Welt, Nr. 77, September 2009. (zusammen mit Reinhard Pohl)
  2. Die Tataren der Krim zwischen Assimilation und Selbstbehauptung. Der Aufbau des krimtatarischen Bildungswesens nach Deportation und Heimkehr (1990-2005). Stuttgart: ibidem, 2016, 182 S.
  3. Tatar Materials in German Archives / Германия Архивларында Татар Чыганаклары. Issue 1. (Schriftenreihe des ICATAT Nr. III / Schriftenreihe Язма Мирас. Письменное наследие. Textual Heritage, No.3). Kasan/Magdeburg: Sh.Marjani Institute of History of the Tatarstan Academy of Sciences / Institute for Caucasica-, Tatarica- and Turkestan-Studies, 300 S., 2017.
  1. Ikonographie der Angst. Deutsche Tatarenbilder im Wandel: Barbaren, Alliierte, Migranten.. Berlin: Verlag Freie Universität, Dissertationsschrift 2011; Online unter URL: http://www.diss.fu-berlin.de/diss/receive/FUDISS_thesis_000000104022, 418 S. (erscheint auf englisch bei Lewiston / New York: Edwin Mellen Press; auf russisch in Vorbereitung für Serie Yazma Miras, Akademie der Wissenschaften Tatarstan).

 

Aufsätzen in über 30 Sammelwerken z.B.:

  1. Der Pascha von Magdeburg“. Interdisziplinäre Bildungsmodule zur interkulturellen Geschichte Sachsen-Anhalts. In: Тѳрки hәм фин-угор филологиясенең актуаль проблемалары: теория hәм ѳйрәнү тәҗрибәce. Халыкара фәнни-гамәли конференця материаллары [Actual problems of Turkic and Finno-Ugrian philology: Theory and experiences of teaching. Materials of the International scientific-practical conference in honour of the 80. birthday of Leonid Šaysultanovič Arslanov, 14. 12. 2012]. Alabuga branche of Federal University of Kazan / Volga Area, S. 229-235.
  2. The Pasha of Magdeburg: New Fields of Research and Teaching for German Turkologists between Regional History, Intercultural Studies and German-Tatar Interferences. In: Lascu Stoica / Fetisleam, Melek (Hrsg.): Contemporary Research in Turcology and Eurasian Studies. A Festschrift in Honor of Professor Tasin Gemil on the Occasion of His 70th Birthday, Cluj-Napoca: Presa Universitară Clujeană, 2013, LXXVIII, S. 893–906.
  3. Ein Osmane aus Magdeburg: Mehmed Ali Pascha. In: Theilig, Stephan / Hotopp-Riecke, Mieste (Hrsg.): Türcken, Mohren und Tartaren: Muslime in Brandenburg-Preußen. Katalog zur Sonderausstellung vom 23. März bis 5. Oktober 2014 im Brandenburg-Preußen Museum Wustrau. Freiburg, Br. / Berlin / Wien: Rombach, 2014, S. 54-56.
  4. Zur Rolle der Tatarengräber Mitteldeutschlands als deutsch-tatarischen Erinnerungsorten. In: Hotopp-Riecke, Mieste / Theilig, Stephan (Hrsg.): Fremde, Nähe, Heimat. 200 Jahre Napoleon-Kriege: deutsch-tatarische Interkulturkontakte, Konflikte und Translationen. Berlin: Bussines, 2014 (zugl. Sonderausg. Studia Turcologica u. Schriftenreihe des ICATAT, Nr. 1), S. 59-83.
  1. 600 лет татаро-немецких взаимоотношений. Мусульмане в Бранденбурге и Пруссии. [600 Jahre tatarisch-deutsche Beziehungen. Muslime in Brandenburg-Preußen] In: Турки, Мавры, Татары – мусульмане в Пруссии и Германии. [Türken, Mohren und Tataren - Muslime in Brandenburg-Preußen. Katalog zur Ausstellung Juni-Juli 2017], Kasan/Wustrau/Magdeburg: Mardshani-Institut für Geschichte / Akademie der Wissenschaften der Republik Tatarstan, Brandenburg-Preußen-Museum u. ICATAT, 2017, S. 7-9.

 

Artikel in über 160 Zeitschriften

 

Herausgeberschaften:

  1. Jubiläumsfestschrift – Aus Anlass des 65. Geburtstages des anerkannten Bürgerrechtlers und Dissidenten Mustafa Dschemilew. Berlin/Göttingen: ICATAT/GfbV, 2009, 78 S.
  2. Fremde, Nähe, Heimat. 200 Jahre Napoleon-Kriege: Deutsch-Tatarische Interkulturkontakte, Konflikte und Translationen. Schriftenreihe des ICATAT, Nr. 1, Berlin: ProBusiness, 2014, 228 S.
  3. (Mit Theilig, Stephan): Türcken, Mohren und Tartaren: Muslime in Brandenburg-Preußen. Katalog zur Sonderausstellung vom 23. März bis 5. Oktober 2014 im Brandenburg-Preußen Museum Wustrau. Freiburg, Br. / Berlin / Wien: Rombach, 2014.
  4. Seit Nr. 1, Jahrgang 1, 2016: ИСТОРИЧЕСКАЯ ЭТНОЛОГИЯ / Historical Ethnology, erscheint zweimal jährlich am Институт истории им. Ш. Марджани Академии наук Республики Татарстан / Sh. Marjani Institute of History of Tatarstan Academy of Sciences.

 

Rezensionen z.B:

  1. Swietlana Czerwonnaja, Islamische Gegenwartskunst der Völker Rußlands. In: DAVO Nachrichten, Nr. 28, Dezember 2008, S. 90-92.
  2. Svetlana Červonnaja: Sovremennoe islamskoe iskusstvo narodov Rossii. In: Форум новейшей восточноевропейской истории и культуры / Forum für osteuropäische Ideen- und Zeitgeschichte, (Русское издание), № 1, 2011, S. 258-260, online unter URL: http://www1.ku-eichstaett.de/ZIMOS/forum/inhaltruss15.html [30.10.2011].

 

Übersetzungen z.B.:

Aus dem Türkischen, für: Arntz, Dirk: Ein Leben für die Menschenrechte. Denkschrift für Alisa Fuss. Berlin: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung & Internationale Liga für Menschenrechte, 2010, (Kap. „Im Fadenkreuz der Hürriyet“), S. 84-90.

 

Ehrungen:

Preisträger der Mussa-Dschalil-Medaille „für Verdienste zur Erhaltung des Vermächtnisses von Dschalil sowie für Erforschung, Verbreitung und das Studium seines Werkes, seines Lebens und seiner Zeit.“ 2016.

Als Redakteur und Autor der Zeitschrift „Altabash – Die internationale Zeitschrift von Tataren und ihren Freunden“ Sieger des Wettbewerbs der tatarischen Massenmedien geworden und mit dem Hauptpreis "Die Kristallfeder" in der Kategorie “Internet-Massenmedien“, 2007.

 

Filmografie:

Musa Dschalil – verurteilt zur Unsterblichkeit / Муса Джалиль. Приговоренный к бессмертию, in russischer Sprache mit deutschen Untertiteln, Regie: Nina Prakharsch, Produktion: TeleInvest, Russländische Föderation, 2015, 26 min., online unter URL: https://www.youtube.com/watch?v=mru8bswDqVU [23.01.2018]. Quellen-Recherche, Fachberatung, Untertitelübersetzung- u. –redaktion.

Незаметные герои неизвестной войны (Unauffällige Helden eines unbekannten Krieges) in russischer Sprache, Regie: Denis Krasilnikow, Produktion: Läisän Sitdikova / FDL, Russländische Föderation, 2015, 52 min., online unter URL: https://www.youtube.com/watch?v=Zy06B2qJMso [22.01.2018]. Fachberatung, Interviews.

Война Непрощенных (Der unvergebene Krieg) in russischer Sprache. Regie: Denis Krasilnikow, FDL, Russländische Föderation, 2015, 50 min., online unter URL: https://www.youtube.com/watch?v=rJ8QCLvWy8A [22.01.2018]. Erster Preis XI. Internationales Festival des islamischen Films, 2016, Kasan (Kategorie Dokumentarfilm). Fachberatung, Interviews.

Stoltzmann, Anna / Bales, Andreas / Gruhne, Robert / Varga, Janos: #Hallo Islam! Eine Filmreihe in 15 Kapiteln. Magdeburg: Offener Kanal Magdeburg & Crossmedia-Plattform "Die Wählerischen" / Hochschule Magdeburg-Stendal, 2016, online unter URL: https://www.youtube.com/watch?v=kMrPRYV17SA [21.1.2018]. Integrationspreis des Landes Sachsen-Anhalt 2016 u. nominiert für Rundfunkpreis Mitteldeutschland 2016. Fachberatung, Interviews.


Arbeitsgebiete

Literaturvermittlung u. Literaturprojekte Osteuropa+Türkei, Fachtexte zu Interkulturgeschichte; Übersetzungen türkisch, tatarisch; Drittmittel-Akquise, Inhaltlich-fachliche und logistische Planung, Durchführung und Abrechnung von nationalen und internationalen Kooperations-, Jugend-, Kulturaustausch- und Konferenzprojekten


Themenangebote

Lesungen mit befreundeten Schriftstellern für Jugendliche ab 12 Jahren

Organisation von Poetry-Slam-Workshops und Schreibwerkstätten für Jugendliche und Erwachsene

Lesungen zu den Themen Euro-Islam, Interkulturgeschichte in Küchen und Köpfen, Stereotypen-Forschung

und ich spreche auch gern über das Schreiben und die Turkologie als literarisches Glück mit all seinen Hürden


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